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Radiokunstgeschichte. Bildende Kunst und Kunstvermittlung im frühen Rundfunk der 1920er bis 1940er Jahre

Trotz der oft beklagten »Einsinnigkeit« wurde das neue Medium Radio seit den 1920er Jahren in vielfältiger Weise für die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst und Kunstgeschichte genutzt. Als Zeitgeistmedium, das unterschiedslos »an alle« adressiert war, erschien es vielen als das geeignete Instrument, um endlich auch bildungsferne Schichten an bürgerliche Hochkultur heranzuführen. Nicht nur akademische Gelehrte wie Wilhelm Waetzoldt oder Fritz Wichert, auch Journalisten wie Paul Westheim oder Helmut Jaro Jaretzki fanden im Rundfunk ein willkommenes Betätigungsfeld.
Mit Bildungskursen, Ausstellungsberichten und Reportagen erwies sich Radiokunstgeschichte schnell als Erfolgsmodell. Gemessen am Adressatenkreis war die Kunstvermittlung zu dieser Zeit zweifellos so populär wie nie zuvor. Im Schnittfeld von Fachhistoriografie, Mediengeschichte und historischer Bildungsforschungs argumentierend, zeigt die Untersuchung auf, wie Radiokunstgeschichte sich im Spannungsfeld von Unterhaltung und Belehrung verortete, welche ideologischen und volkserzieherischen Absichten an sie herangetragen wurden und wie sich Kunstvermittlung im akustischen Medium in der Praxis gestaltete.

(erscheint im Frühjahr 2018 im Böhlau Verlag, Köln)