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Joseph Imorde u. Andreas Zeising (Hrsg.)

Kunstgeschichte in Schulbüchern und Unterrichtsmedien um 1900

Reihe Bild- und Kunstwissenschaften, Band 9
Siegen: universi 2018
118 S., zahlreiche Illustrationen

ISBN 978-3-96182-023-8

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden um die Einführung eines Schulfachs Kunst rege Debatten geführt. Durch die Fotografie waren ortsgebundene Artefakte nun im Medium des Bildes universell verfügbar. Vielen erschien es nur folgerichtig, den bildungsbürgerlichen Schatz der Kunst auf dem Weg schulischer Vermittlung allen zugänglich zu machen. Den Einzug der Kunstgeschichte in das Schulbuch beförderte das junge Fach Pädagogik, das den Anschauungsunterricht zum didaktischen Königsweg erhob und eine Reform schulischer Curricula vorantrieb. Um 1900 wurde Kunstgeschichte nicht nur vielerorts als freiwilliges Wahlfach unterrichtet, um zum »Genuss« der Werke anzuleiten. Auch in Fächern wie Latein, Deutsch oder Geschichte hielt die bildende Kunst Einzug in gedruckte Lehrwerke, wurde »Kunstbetrachtung« zum Unterrichtsgegenstand. Die vorliegende Publikation zeichnet diese Entwicklung an einer repräsentativen Auswahl von Büchern und Lehrwerken nach und zeigt technologische, bildungsgeschichtliche und ideologische Aspekte auf.

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