Stephanie Marchal, Andreas Zeising und Andreas Degner (Hrsg.):

Kunstschriftstellerei. Konturen einer kunstkritischen Praxis

München: edition metzel, 2020
544 Seiten, 20 Abbildungen
ISBN 978-3-88960-182-7

Die regelmäßig aufflammenden Kontroversen um eine »Krise der Kunstkritik« legen es nahe, sich eingehender mit Entstehung und Geschichte dieser publizistischen Gattung zu befassen. Der vorliegende Band leistet dies, indem er den Blick von der Zeit um 1900 bis in 1960er Jahre richtet, als eine literarisch anspruchsvolle Kritik sich im Namen der Moderne engagierte und dabei nicht selten eine kunstpolitische Agenda verfolgte.
Persönlichkeiten wie Hermann Bahr, Carl Einstein, Clement Greenberg, Wilhelm Hausenstein, Julius Meier-Graefe, Max Osborn, Richard Muther oder Karl Scheffler trugen nachhaltig zur Konturierung unserer Vorstellung von »moderner Kunst« bei. Sie schrieben mit dem Anspruch, das Kunstwerk jenseits wissenschaftlicher Methodenstrenge und aus dezidiert subjektiver Perspektive zu erschließen und in seinem Hier und Jetzt verständlich zu machen.
Die Vermittlungsleistung der Kunstschriftstellerei, ihre Sprache und Topik sowie ihre Ansätze zur Sinndeutung der kulturellen Moderne sind Gegenstand der hier versammelten Aufsätze.

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