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Andreas Zeising und Agatha Buslei-Wuppermann

Das Bundeshaus von Hans Schwippert in Bonn. Architektonische Moderne und demokratischer Geist

Düsseldorf: Grupello Verlag, 2009
ISBN: 3899781112

Mit dem Umzug der Bunderegierung nach Berlin verblasste auch die Erinnerung an das Intermezzo Bonn, trotzdem es beinahe ein halbes Jahrhundert lang Bestand gehabt hatte. Am Beginn der „Bonner Republik“ stand der Umbau der ehemaligen Pädagogischen Akademie, 1930 im Bauhausstil errichtet, zum Regierungssitz. Die Pläne dazu stammten von dem Architekten Hans Schwippert (1899-1973). Dieser folgte seiner Vorstellung einer Architektur, mit der die Arbeit des Parlaments buchstäblich ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden sollte. In Schwipperts architektonischem Konzept ist wie in kaum einem anderen Bauprojekt dieser Jahre der politische und gesellschaftliche Zeitgeist der Nachkriegsära verdichtet. Es verband eine den wirtschaftlichen Verhältnissen geschuldete Sparsamkeit der Mittel mit einem Bekenntnis zu den sachlichen Prinzipien des Internationalen Bauens, durch die der Parlamentssitz zum Aushängeschild eines weltoffenen, gewandelten Deutschland werden sollte.

Text von Andreas Zeising und Agatha Buslei-Wuppermann. Mit Beiträgen von Norbert Helmus, Stefan Polónyi und einem Vorwort von Wolfgang Pehnt.

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